In dieser kleinen, zweiteiligen Blogreihe gehen wir der Frage nach, wie man eigentlich Dozentin in der Altenpflege wird und welche Bedingungen man erfüllen muss, um an einer Altenpflegeschule tätig werden zu können. Den vorangegangenen Blogbeitrag finden Sie hier. Heute geht es um konkrete Tipps, was man tun kann, um einen Job als Dozentin in der Altenpflege zu bekommen.

 

Sie haben als Dozentin in der Altenpflege Konkurrenz

Wenn Sie als Dozent oder Dozentin im Bereich der Altenpflege tätig sein wollen, müssen Sie sich über einen Punkt im Klaren sein: Es erwächst Ihnen bei Ihrem Dozentenjob zunehmend akademische Konkurrenz. In dem vor relativ kurzer Zeit ins Leben gerufenen Studiengang „Pflegepädagogik“ gibt es inzwischen immer mehr Absolventen, die in der Ausbildung neuer Altenpfleger (z.B. an Altenpflegeschulen) tätig werden.

 

Dozentin in der Altenpflege

 

Sie haben trotzdem gute Chancen!

Erschrecken Sie deshalb aber nicht gleich: Nach wie vor haben Sie gute Chancen, als Dozent für den Bereich der Altenpflege tätig werden zu können!

 

Dazu ein paar Hinweise:

  • Nach wie suchen sehr viele Bildungsanbieter Dozenten aus dem Bereich der Altenpflege.
  • All diese Jobs können gar nicht (und müssen auch nicht!) von Akademikern übernommen werden.
  • Die (meist jüngeren) Absolventen eines Pflegepädagogik-Studiums sind auf der Suche nach einer festen Vollzeitstelle bzw. Teilzeitstelle mit entsprechenden Führungsaufgaben. Solche Stellen mit Führungsfunktion suchen Sie als „normaler“-Dozent auf Honorarbasis im Normalfall ja gar nicht!
  • Deshalb haben Sie als frei- oder nebenberuflicher Honorardozent gute Chancen!

 

Nun kommen Sie ins Spiel!

Sie als examinierte/r Altenpfleger/in ohne einen akademischen Abschluss sind aus Sicht eines Bildungsträgers hoch interessant.

  • Sehr viele Bildungsträger aus dem Bereich der Altenpflege verfügen gar nicht über so viele feste Stellen (die sie wohl vornehmlich an Bewerbermit einem akademischen Studienabschluss vergeben würden).
  • In den meisten Fällen geht es (zunächst einmal) darum, dass relativ wenige Unterrichtsstunden von einem (nichtakademischen) Honorar-Dozenten übernommen werden sollen.
  • Die Stundenzahl für diese Dozentengruppe kann sich natürlich nach und nach erhöhen – wenn Sie gute Arbeit leisten!
  • Solche Honoraraufträge mit einer relativ geringen Stundenzahl möchten ja die wenigsten akademischen Kräfte überhaupt übernehmen. Sie sind eher auf der Suche nach festen Vollzeit-Stellen (oder Teilzeit-Stellen).
  • Die akademischen Absolventen und ihre nicht-akademischen Kollegen kommen sich also bei der Jobsuche gar nicht gegenseitig ins Gehege!
  • Sie als (vielleicht nicht mehr ganz so junger) Altenpfleger haben den (jüngeren) akademischen Kollegen zudem zwei Dinge voraus: Umfassende Berufserfahrung und sehr viel Lebenserfahrung. Gerade für Dozenten, die in der Beratung und Unterrichtung von Angehörigen oder Fachfremden tätig sind, ist dies ein echter Pluspunkt!

 

Einfach nachfragen!

Als Nicht-Akademiker haben Sie also sehr gute Chancen, als Dozent bei verschiedenen Bildungsträgern eingesetzt zu werden, wie z.B. Volkshochschulen, Familienbildungsstätten oder anderen Institutionen, die sich vielleicht vor allem an Berufsrückkehrerinnen richten.

Aber auch an Altenpflegeschulen haben Sie nach wie vor gute Chancen. Die festen Stellen werden zwar in zunehmenden Maße von Absolventen eines akademischen Pflegestudiums besetzt – doch auch hier gibt es natürlich immer noch Ausnahmen: Bei manchen Pflegeschulen werden die festen Jobs nach wie vor auch an Nicht-Akademiker vergeben. Fragen Sie einfach nach, welche Voraussetzungen Sie für eine solche Stelle mitbringen müssen und bewerben Sie sich!

Für einzelne Fächer bzw. Lehrinhalte sind Sie (gegenüber den akademischen Fachkräften) sogar oft die erste Wahl! Auch hier müssen Sie natürlich beim Bildungsanbieter (z.B. Altenpflegeschulen) nachfragen, welche Bedingungen Sie für einen Dozentenjob erfüllen müssen.

Viel Erfolg!

 

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Anne Oppermann

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