LehrerfahrungDozenten, die bereits über Lehrerfahrung verfügen, haben meist erheblich bessere Jobchancen als Neu-Einsteiger in der Weiterbildungsbranche. Das mag man ungerecht finden, aber es ist einfach so. Es stellt sich nun natürlich die Frage: Wie kommt man denn als Neu-Dozent an erste Lehrerfahrungen, wenn einen kein Weiterbildungsanbieter mit Aufträgen beglückt – weil ja schließlich die Lehrerfahrung fehlt? Da beißt sich doch die Katze in den Schwanz!

Lehrerfahrung durch ehrenamtliche Tätigkeit

Das Zauberwort heißt hier wohl „ehrenamtliche Tätigkeiten“. Als Neu-Dozent kann es sein, dass Sie (zumindest für eine gewisse Zeit) erst einmal Aufträge annehmen müssen, bei denen Sie kein Honorar oder vielleicht nur eine kleine Aufwandsentschädigung erhalten. Als „Auftraggeber“ kämen dabei z.B. folgende Institutionen in Frage:

  • Vereine
  • Kirchengemeinden
  • Gemeinnützige Institutionen wie etwa das DRK oder Umweltinitiativen
  • Schulen (natürlich nicht im Rahmen des normalen Unterrichts, sondern z.B. bei AGs)
  • Kindergärten

 

Unterrichtsthemen

Bei einer solchen ehrenamtlichen Tätigkeit müssen Sie sich natürlich nicht auf Ihre typischen Lehrthemen beschränken, sondern Sie können auch überlegen, wie Sie anderen Ihre Hobbys nahe bringen können:

  • Vielleicht wollen Sie einmal z.B. in Ihrer Kirchengemeinde einen Vortrag über Ihre letzte Reise anbieten?
  • Sie können gut mit Holz umgehen? Wollen Sie vielleicht nicht einen Holz-Workshop im nahe gelegenen Jugendzentrum anbieten?
  • In der nahe gelegenen Grundschule werden Helfer für die Hausaufgabenbetreuung gesucht – wäre das nicht etwas für Sie?
  • Vielleicht gibt es die Möglichkeit, eine Theater AG an der weiterführenden Schule Ihrer Kinder ins Leben zu rufen?
  • Im Kindergarten soll eine Projektwoche zum Thema „das Universum“ stattfinden. Sie sind doch schon seit Jahren ein engagierter „Sternengucker“ – also los geht’s!

 

Warum lohnt sich ein solches ehrenamtliches Engagement?

Sicherlich werden jetzt viele von Ihnen die Stirn runzeln: So haben Sie sich Ihren Dozentenalltag nun wirklich nicht vorgestellt, dass Sie „für umme“ arbeiten müssen. Keine Sorge: Eine solche ehrenamtliche Tätigkeit soll nur ein Zwischenschritt sein, damit Sie an erste Lehrerfahrung kommen, die in der Weiterbildungsbranche einfach unabdingbar ist. Das lohnt sich aus vielerlei Hinsicht:

  • Wenn Sie erste Lehrerfahrungen vorweisen können, öffnet Ihnen das bei der Jobsuche Türen, die Ihnen sonst verschlossen blieben.
  • Sie machen Erfahrungen, aus denen Sie für Ihren (späteren) Dozentenalltag lernen können.
  • Sie können mit Gruppen von Teilnehmern umgehen und gehen nicht gedanklich in die Knie, wenn Sie plötzlich vor einem Kurs von 20 oder mehr Menschen stehen.
  • Sie können bei Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit Netzwerke knüpfen, die sich bei der Jobsuche auszahlen können.

 

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Anne Oppermann

 

Neuauflage
In dieser Rubrik finden sie aktualisierte Beiträge aus der Zeit vor dem Relaunch unserer Webseite im September 2016. Auf diese Weise möchten wir für Sie Informationen wieder zugänglich machen, die sonst in den unergründlichen Tiefen des Webs verloren gegangen wären. 😉
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