In diesem Interview möchten wir Ihnen Kirsten Rudolph vorstellen, unsere neue Mitarbeiterin und Kursbetreuerin für den Fernkurs „Dozent*in in der Erwachsenenbildung“.

 

Hallo Kirsten, Du bist jetzt seit einiger Zeit Tutorin für den Fernkurs „DozentIn in der Erwachsenenbildung“ bei der Fernstudienakademie und unterstützt dort Herrn Franken bei der Kursbetreuung. Damit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Dich noch ein bisschen besser kennen lernen können, haben wir ein paar Fragen an Dich.

 

Kannst Du Dich vielleicht kurz vorstellen?

Gerne! Ich heiße Kirsten Rudolph, bin 47 Jahre alt und lebe seit 2014 wieder in meiner Heimatstadt Münster. Nach dem 1. Staatsexamen für das Lehramt mit dem Fächern Deutsch und Sport bin ich nach Köln gezogen, um dort mein Referendariat zu machen. Währenddessen machte sich aber mein Interesse an Reisen und Fremdsprachen, insbesondere Englisch und Spanisch, immer deutlicher bemerkbar, so dass ich mich nach dem 2. Staatsexamen zunächst für ein Trainee-Programm an einer großen Sprachschule entschied. Es hat mir großen Spaß gemacht, Fremdsprachen- und Interkulturelle Trainings für Firmen zu organisieren und dabei im Kontakt mit Trainern aus aller Welt selbst viel lernen zu dürfen. Zu der Zeit habe ich dann auch meine Lehrbefähigung für Englisch erworben. Innerhalb der Sprachschule hatte ich die Gelegenheit, meinen Wirkungskreis zuerst in das schöne Freiburg und dann nach Basel zu verlegen.

Kursbetreuerin

 

Schließlich trieb mich meine Neugierde nach Spanien, wo ich mit meinem Mann und unserer heute 12-jährigen Tochter 6 Jahre verbracht habe. Dort habe ich auf meine ursprüngliche Ausbildung zurückgegriffen und wieder als Lehrerin an internationalen Schulen gearbeitet sowie in selbstständiger Tätigkeit Erwachsene unterrichtet. Das hat mir viel Spaß gemacht, weshalb ich froh war, als sich nach meiner Rückkehr für ein Jahr die Gelegenheit ergab, an der Abendrealschule Münster weiterhin Erwachsene im zweiten Bildungsweg zu betreuen. Aktuell arbeite ich an einer Hauptschule und da mir hin und wieder die Arbeit mit Erwachsenen etwas fehlt, freue ich mich sehr über die Möglichkeit, an der Fernstudienakademie den Kurs „Dozent/in in der Erwachsenenbildung“ mit zu betreuen!

 

Du bist beruflich ja schon lange als Dozentin in der Erwachsenenbildung tätig. Bei welchen Anbietern hast Du gearbeitet?

Wie schon erwähnt, zieht sich die Arbeit mit Erwachsenen und mit Jugendlichen gleichermaßen durch meinen Lebenslauf. Nach dem Referendariat habe ich sieben Jahre an den Berlitz-Sprachschulen verbracht, in Spanien dann erst an einer deutschen Schule und anschießend nach britischem und spanischem Lehrplan unterrichtet (Escola Global, Agora Portals International School, Colegio Cooperativa Son Verí Nou). Parallel dazu war ich als freie Sprachlehrerin unterwegs (z.B. für die Sprachschule „Connecting“). Zurück in Deutschland war ich dann an der Abendrealschule (Erwachsene im zweiten Bildungsweg) und aktuell an der Waldschule in Kinderhaus tätig.

 

Welche Fächer hast Du dort unterrichtet?

Meine Fächer Deutsch und Englisch habe ich in Spanien um „DaF – Deutsch als Fremdsprache“ ergänzt. Das hat mir in Münster die Möglichkeit gegeben, den DaZ-Bereich (= Deutsch als Zweitsprache) an einer Hauptschule mit zu betreuen. Durch die Flüchtlingswelle war dieser Bereich zu der Zeit (und bis heute) an allen Schulen ein großes Thema, so auch an der Abendrealschule unter den Erwachsenen. Dort konnte ich dann alle meine Erfahrungen kombinieren und Deutsch, Englisch, Spanisch und Deutsch als Zweitsprache unterrichten. Aktuell unterrichte ich zusätzlich wieder Sport, was lange Zeit nur noch als Hobby in meinem Leben vertreten war.

 

Was ist für Dich das Besondere an der Erwachsenenbildung im Vergleich zum Unterrichten von Kindern und Jugendlichen?

Das Besondere an der Erwachsenenbildung ist im Vergleich zum Unterrichten von Jugendlichen und Kindern sicherlich die sehr unterschiedliche Ansprache, die dem Alter und vor allem der Motivationslage der Studierenden angepasst wird. Je jünger die zu Unterrichtenden sind, desto mehr Raum nimmt Beziehungsarbeit, Pädagogik und Classroom Management ein, während in der Erwachsenenbildung die fachlichen Inhalte an erster Stelle stehen. Gleichwohl müssen auch erwachsene Teilnehmer in ihrer Persönlichkeit und mit ihren Vorerfahrungen genau wahrgenommen werden, um ihnen den bestmöglichen Zugang zu ebendiesen Inhalten zu ermöglichen.

 

Du arbeitest nun als Kursbetreuerin für den Dozentenkurs der Fernstudienakademie. Was hat Dich an dieser Tätigkeit besonders gereizt?

Die Arbeit als Kursbetreuerin an der Fernstudienakademie ist für mich eine perfekte Ergänzung zum schulischen Alltag! Erstens möchte ich gerne diejenigen unterstützen, die sich auf einen individuellen Weg einlassen und ihre Erfahrungen als Dozent/in einbringen möchten und zweitens arbeite ich auch gerne mal in Ruhe mit einer Tasse Tee am Schreibtisch, nachdem ich vormittags meinen Bedarf an Interaktion und „Action“ weitgehend decken konnte…

 

Du kennst die Lernform Fernunterricht ja auch aus eigener Erfahrung als Teilnehmerin. Was genau hast Du studiert?

Ich habe „Deutsch als Zweitsprache“ studiert, angeboten vom Goethe-Institut in Kooperation mit der Universität München. Auch hier konnte ich also in Ruhe mit einer Tasse Tee am Schreibtisch konzentriert ein Thema beleuchten, das mich schon Jahre in der Praxis begleitet hat, aber zuvor nicht theoretisch untermauert war. Es hat mir folglich sehr viel Spaß gemacht und ich konnte ganz konkrete Hinweise und Materialien direkt in den Schulalltag einbringen und umsetzen.

 

Was waren aus Deiner Sicht die positiven Aspekte der Lernform Fernunterricht? An welchen Stellen hast Du aber auch vielleicht Schwierigkeiten gehabt?

Meine Erfahrungen mit dem Fernstudium „Deutsch als Zweitsprache“ waren durchweg positiv! Für mich war die Lernform Fernunterricht vor allem deshalb sehr gut geeignet, weil ich meine eigene Zeiteinteilung vornehmen konnte. Ich denke, Schwierigkeiten, z.B. was die Motivation betrifft, kommen hauptsächlich dann zum Tragen, wenn man einen Fernstudienkurs nur aus Vernunftgründen, z.B. um mit „Irgendetwas“ am Arbeitsmarkt zu punkten, belegt. Wenn aber wirkliches Interesse am Thema vorhanden ist – und die entsprechenden Zeitfenster im Alltag zur Verfügung stehen, auch nicht zu unterschätzen! – dann kann es eigentlich nur eine äußerst interessante, bereichernde Erfahrung sein.

 

Danke für das Gespräch, Kirsten, und herzlich Willkommen im Team der Fernstudienakademie!

Danke auch von meiner Seite!

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