Wenn ein Stadtmarketingprozess in Gang gebracht werden soll, kommen grundsätzlich verschiedene Organisationsformen bzw. Träger in Frage. Die am häufigsten anzutreffenden Organisationsformen sind:

 

Welche Organisationsform ist für das Stadtmarketing am besten geeignet? Das ist nicht einfach zu sagen, denn alle Organisationsformen haben ihre Stärken und Schwächen, die abhängig von den herrschenden Rahmenbedingen mehr oder weniger deutlich zum Tragen kommen. In dieser kurzen Blogreihe geht es darum, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Konzepte einmal kurz vorzustellen. Den Anfang macht dabei die Stadtverwaltung.

Straßenpflaster

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Die Stadtverwaltung als Träger des Stadtmarketing

Wenn ein Stadtmarketingprozess in Gang gebracht werden soll, kommen grundsätzlich verschiedene Organisationsformen bzw. Träger in Frage. Welche Organisationsform für das Stadtmarketing am besten geeignet ist, ist nicht einfach zu sagen, denn alle Organisationsformen haben ihre Stärken und Schwächen, die abhängig von den herrschenden Rahmenbedingen mehr oder weniger deutlich zum Tragen kommen.

Eine Option für kleinere Gemeinden und bei der Initiierung des Stadtmarketing

In vielen kleineren Städten und Gemeinden ist es der nächstliegende Weg, das Stadtmarketing direkt der Stadtverwaltung zuzuordnen. Dieses Verfahren bietet sich auch dann an, wenn zunächst einmal das Interesse der Einwohner geweckt und der Stadtmarketingprozess initiiert werden soll.

Amt oder Stabsstelle?

Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, wie die Initiierung und Leitung des Stadtmarketingprozesses innerhalb der Stadtverwaltung organisiert werden kann:

  • Man betraut entweder ein bereits bestehendes Amt (z.B. das Amt für Wirtschaftsförderung) damit, zusätzlich auch die Aufgabe des Stadtmarketing zu übernehmen,
  • oder man richtet eine Stabsstelle ein, die z.B. direkt dem Bürgermeister oder dem Verwaltungschef unterstellt ist.

 Vorteile dieser Organisationsform

Wenn das Stadtmarketing der Stadtverwaltung unterstellt ist, bringt dies einige Vorteile mit sich:

  • Die Stadtverwaltung hat eine hohe Fachkompetenz, die sie in das Stadtmarketingkonzept einbringen kann.
  • Die (Entscheidungs-) Wege zwischen den einzelnen Abteilungen sind kurz, so dass die Arbeit meist sehr effektiv bewältigt werden kann.
  • Die Bürger kennen die Stadtverwaltung und wissen genau, wo sie Informationen zum Stadtmarketing erhalten können.
  • Die Stadtverwaltung ist daran gewöhnt, die politischen Vertreter und Parteien zu informieren – und wird dies auch im Hinblick auf das Stadtmarketing weiter tun.

Nachteile dieser Organisationsform

Die Eingliederung des Stadtmarketing in die Stadtverwaltung hat daneben allerdings auch einige Nachteile:

  • Das Stadtmarketing ist (wie die gesamte Stadtverwaltung) finanziell abhängig vom städtischen Haushalt.
  • Werden Beschlüsse gefasst, dass mehr gespart werden soll, ist das Stadtmarketing sofort mitbetroffen.
  • Wenn in der Veraltung (wie so oft) Personalmangel herrscht, betrifft dies auch das Stadtmarketing.
  • Die Bürger sehen u.U. im Stadtmarketing eine reine Verwaltungsangelegenheit, die nichts mit ihnen persönlich zu tun hat.
  • Vertreter der Wirtschaft beklagen bei der Eingliederung des Stadtmarketing in die Stadtverwaltung häufig die mangelnde unternehmerische Orientierung.
  • Stadtangestellten wird außerdem häufig allgemein eine fehlende Marktorientierung unterstellt.

 

Hier geht’s zu den weiteren möglichen Organisationsformen im Stadtmarketing mit ihren spezifischen Vor- und Nachteilen:

 

Nähere Informationen zu den verschiedenen Organisationsformen im Stadtmarketing finden Sie in unserem Fernkurs Stadtmarketing-Fachkraft.