4 falsche Glaubenssätze im Dozentenmarketing – und 4 Optimierungstipps, damit es besser läuft!

Falscher Glaubenssatz 1:

Wenn ein Kursangebot gut läuft, dann bleibt das auch in Zukunft so.

Das stimmt nicht, weil sich der Markt ständig verändert. Wenn ein Angebot im Moment gut zu den Wünschen der Zielgruppe passt, dann muss das nicht so bleiben: Es entstehen ständig neue Bildungstrends, irgendwann ist der Markt für ein bestimmtes Angebot gesättigt, es gibt (vielleicht bessere) Mitbewerber, die Ihnen Kunden abziehen können.

Lösungsansatz 1:

Ein Dozent (bzw. ein Bildungsanbieter) sollte kontinuierlich neue Produktideen (Kurse) entwickeln und damit auf die sich wandelnden Bedürfnisse der Kunden reagieren. So können immer wieder neue Zielgruppen (= neue Kunden) gewonnen werden.

dozentenmarketing

 

Falscher Glaubenssatz 2:

Für das Marketing bin ich nun wirklich nicht zuständig.

Auch das stimmt nicht! Honorarkräfte sind darauf angewiesen, dass die Kurse, die sie leiten wollen, auch tatsächlich stattfinden, sonst verdienen sie nichts. Deshalb lohnt es sich (aus Dozentensicht), durchaus auch selbst die Werbetrommel für den eigenen Kurs zu rühren.

Dozentenmarketing ist Selbstmarketing. Der Dozent ist in gewisser Weise selbst ein „Produkt“, das an den Markt gebracht werden soll. Um an weitere Auftraggeber zu kommen, muss er sich deshalb selbst um sein persönliches Marketing kümmern.

Lösungsansatz 2:

Ein Dozent bzw. eine Dozentin kann sich überlegen, welche Formen des Selbst- bzw. Dozentenmarketing zu ihm oder ihr am besten passen. Dafür kommen z.B. folgende Methoden in Frage: PR-Maßnahmen (etwa Auftritt in den sozialen Medien), Teilnahme an Networking-Veranstaltungen (z.B. Dozentenstammtische), eigene Webseite, Initiativbewerbungen bei neuen Anbietern etc.

 

Falscher Glaubenssatz 3:

Der Kunde muss im Voraus bezahlen – sonst kann er am Kurs nicht teilnehmen.

Das stimmt nicht, weil viele Kunden und Kundinnen inzwischen erwarten, dass sich die Zahlungsbedingungen an ihren individuellen Bedürfnissen orientieren. Wenn das nicht der Fall ist, wandern sie evtl. zu einem anderen (flexibleren) Anbieter ab bzw. buchen einen Kurs gar nicht erst.

Lösungsansatz 3:

Je flexibler ein Anbieter auf die Wünsche und Bedürfnisse potenzieller Kunden reagieren kann, desto eher wird ein Kunde tatsächlich buchen. Dies kann z.B. durch das Angebot von Ratenzahlung passieren, bei denen die Raten ggf. individuell festgelegt werden. Komplett-Zahlungen vor Kursbeginn oder Buchungen mehrerer Teilnehmer auf einmal können mit einem Preisnachlass „belohnt“ werden. Ein Anbieter sollte außerdem staatliche oder länderspezifische Förderprogramme kennen und sie in der Kundenberatung empfehlen.

 

Falscher Glaubenssatz 4:

Niemand kann von mir erwarten, dass ich für einen Auftrag durch die Gegend gondele.

Dies stimmt nur begrenzt: Sie können als freiberuflicher Dozent natürlich selbst entscheiden, ob Sie Aufträge annehmen, für die Sie fahren müssten. Wenn Sie dies nicht möchten, dann bekommen Sie im Normalfall allerdings auch seltener neue Aufträge.

Lösungsansatz 4:

Einen Kurs an einem anderen Ort stattfinden zu lassen (so. z.B. bei Firmenkursen in den Räumlichkeiten des Unternehmens), ist inzwischen bei den meisten Anbietern üblich. Auch die Unterrichtszeiten orientieren sich zunehmend an den Bedürfnissen der Bucher. Manche Kunden erwarten z.B. kompakte Wochenend-Seminare. Berufsstätige verlangen (zu Recht), dass ihre privat finanzierten Kurse außerhalb der Arbeitszeit stattfinden.

 

Wenn Sie weitere Informationen zu unserem staatlich zugelassenen Lehrgang „Geprüfte/r Dozent/in in der Erwachsenenbildung“ haben wollen, dann melden Sie sich doch einfach bei uns, z.B. über das Kontaktformular. Gerne schicken wir Ihnen – natürlich kostenlos und unverbindlich – unsere Infobroschüre und auch den ersten Lehrbrief dieses Lehrgangs zu.

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