Die 5 am weitesten verbreiteten Mythen

Wenn sich ein Neu-Dozent zum ersten Mal auf die Jobsuche begibt, spuken ihm viele Mythen im Kopf herum: „Ein Dozent muss auf jeden Fall Abitur haben.“ oder: „Das Dozenten-Honorar reicht doch niemals zum Leben!“

Aber stimmt das wirklich? Was ist also dran an diesen Mythen?

 

jobsuche

 

Mythos 1: Jeder Dozent muss studiert oder zumindest Abitur haben.

An diesem weit verbreiteten Gerücht ist nichts dran. Die Voraussetzungen, die Sie als Bewerber erfüllen müssen, legt jeder Auftraggeber selbst fest. Wenn kein Abitur und kein Studium verlangt oder zumindest stillschweigend erwartet werden, dann benötigen Sie diese Bildungsabschlüsse auch nicht.

Mythos 2: In der Bildungsbranche sind Festanstellungen die Regel.

Dies stimmt – leider – nicht! Die allermeisten Dozenten arbeiten freiberuflich und als Honorarkräfte. Dies bedeutet, dass ein Dozent nicht automatisch Anspruch auf neue Aufträge hat, und dass er u.U. nach dem ersten Auftrag wieder gehen muss. Er erhält weder Weihnachtsgeld noch Urlaubsgeld und muss sich im Normalfall privat krankenversichern. Nur ausgesprochen gute und erfahrene Dozenten haben eine gewisse (!) Chance auf eine Festanstellung.

Mythos 3: Entweder man kann gut erklären, oder man kann es nicht. Unterrichten kann man nicht lernen.

Auch an diesem Gerücht ist nichts dran! Man kann das Unterrichten und Lehren durchaus lernen, z.B. im Rahmen einer Weiterbildung. Lehren ist nämlich kein Hexenwerk, sondern eher Handwerk, das man sich erarbeiten kann. Was ein Neu-Dozent auf Jobsuche aber unbedingt mitbringen sollte, sind eine gewisse Selbstsicherheit, der Wunsch, neue Lehr-Methoden kennenzulernen und sie später im Job-Alltag auszuprobieren.

Mythos 4: Der Dozentenjob ist echt die Hölle, denn die Teilnehmer werden immer renitenter und fordernder.

Ja, es gibt sie, die uninteressierten, renitenten und nörgeligen Teilnehmer. Allerdings sind sie im Rahmen der Erwachsenenbildung erheblich seltener zu finden als z.B. im Schulunterricht. In Bereich der Erwachsenenbildung gibt es natürlich auch schwierige Teilnehmer, die versuchen, Sie als Dozenten auszubremsen. Für diese problematischen Situationen gibt es zum Glück jede Menge praxiserprobte Verfahren, eben das Handwerkszeug, mit dem Sie die Lage wieder in den Griff bekommen.

Mythos 5: Das Dozenten-Honorar reicht doch niemals zum Leben!

Bei diesem Mythos handelt es sich um eine Halbwahrheit: Wenn Sie als Dozent in die Bildungsbranche einsteigen, werden Sie im Normalfall nur mit wenigen Stunden und zunächst nebenberuflich starten. Erst nach und nach werden Sie mehr Aufträge bekommen. Wenn Sie länger als Dozent bzw. als Dozentin tätig sind, bei Ihrem Auftraggeber und Ihren Teilnehmern beliebt sind, und sich durch eine hohe zeitliche und örtliche Flexibilität auszeichnen, dann können Sie es durchaus schaffen, Ihren Lebensunterhalt mit Ihrer Dozententätigkeit zu erwirtschaften. Leider kann Ihnen niemand zu 100 Prozent garantieren, dass dieser Plan tatsächlich aufgeht.

 

Wenn Sie weitere Informationen zu unserem staatlich zugelassenen Lehrgang „Geprüfte/r Dozent/in in der Erwachsenenbildung“ haben wollen, dann melden Sie sich doch einfach bei uns, z.B. über das Kontaktformular. Gerne schicken wir Ihnen – natürlich kostenlos und unverbindlich – unsere Infobroschüre und auch den ersten Lehrbrief dieses Lehrgangs zu.

Share on Facebook